Es ist ruhiger geworden im Atelier so ganz ohne Kurse bis im Juni. Die Zeit konnte ich gut nutzen, um einerseits all die Vorbereitungsarbeiten für die nächsten Kurse in Angriff zu nehmen, anderseits auch wieder mehr an meinen eigenen Werken zu arbeiten. 

Ob man will oder nicht, «Corona» beschäftigt einem; auch wenn man trotz der aufgezwungenen Schulschliessung weiter viel zu tun hat. Es sind viel weniger Menschen um einen herum. Man versucht zwar den Kontakt zu seinen Mitmenschen zu halten, aber zusehends verschwinden viele dieser Kontakte langsam im Corona-Nebel des «Social Distancing». Mein Bild, das dieses Auseinandergleiten der Kontakte illustriert, entstand im Format von 2 x 2 m in Mischtechnik.  

In der Zeitung bin ich noch über ein Gedicht von Lina Wisler-Beck aus dem Jahre 1920 gestolpert. Sie hat die Verse im Zusammenhang mit der Spanischen Grippe geschrieben. Ist zwar eine ganze Weile her seit Lina diese Zeilen geschrieben hat, es zeigt aber, dass für viele Menschen die Langeweile damals wie heute eine der grossen Herausforderungen ist. Hier hilft es enorm, wenn man ein Hobby wie die Malerei hat, welches keine Langeweile aufkommen lässt.